Beim Wandern, MTB oder im Bergsport brauchen wir eine winddichte Jacke, die auch mal einen Schauer vertragen kann. Sie soll möglichst leicht, winddicht und robust sein – aber wir wollen nicht drin schwitzen und teuer bitte auch nicht. Ein Ding der Unmöglichkeit? Intersport Forster aus Unterhaching hat mir zwei leichte Jacken von Salewa zum Testen ausgeliehen. Hier meine Erfahrungen nach drei Wochen in der Schwäbischen Alb, Frankreich und den Alpen.

 

Leichte Jacken für das Wandern im Sommer

Der Wetterbericht hier in der Schweiz war die letzten Wochen meist in der Richtung:

Am Donnerstag meist sonnig und zunehmend schwül. Einige Schauer oder Gewitter zunächst über den Bergen, am Abend und in der Nacht auch ins Flachland herauslaufend.

Dazu kommt dann meist ein böiger Wind, der einen schnell auskühlen lässt. Im Sommer hat man mit einer Gore-Tex Jacke bei diesem Wetter die Wahl zwischen Nass vom Schweiss oder Nass vom Regen – zwei unattraktive Optionen.  Leichte Jacken mit Namen wie Windstopper, Softshell, Durastretch oder Powertex versprechen hier Abhilfe: Hohe Atmungsaktivität bei mässigem Regenschutz und geringem Gewicht.

Die leichte Jacke kombiniert flexibles Durastretch- mit wasserdichtem Powertex: Beide überzeugen durch ihre atmungsaktiven Eigenschaften für ein angenehmes Körperklima bei schnellen, schweißtreibenden Trainingseinheiten. (Salewa Werbung)

 

Wandern am Gantrisch

Nach der Tour ist vor dem Riegel – Wandern am Gantrisch

Im Test hatte ich die blaue Salewa Pedroc Hybrid 2.0 Herren Wanderjacke und die schwarze Salewa Puez 3.0 Wanderjacke. Beide sind so leicht, dass man keine Ausrede hat, sie nicht in den Rucksack zu stecken. Spätestens auf dem Gipfel oder beim Abstieg am Abend ist man häufig froh, dass eine leichte Windjacke dabei ist!

 

Schweiss und Regen in den Gastlosen

“Vielleicht solltet ihr sie umbenennen in die Ungastlichen”, so kam ein frecher Kommentar auf Instagram. Ganz unrecht hatte er an diesem Samstag nicht: Die Sonne gab es nur ganz kurz zu sehen. Im Wesentlichen hat es den ganzen Tag leicht genieselt und gewindet bei +5 Grad. Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kapuze auf habe ich beim Bergaufwandern in beiden Jacken nicht unangenehm geschwitzt. Zumindest bei den frischen Temperaturen waren beide Jacken sehr atmungsaktiv und angenehm zu tragen. Anders als bei der typischen Gore-Tex Jacke kam es auch nicht zu dem komischen Gefühl in der Kapuze gefangen zu sein. Der dünne Stoff lässt nicht nur Luft, sondern auch Schall hindurch. Die Jacken rascheln weniger doll als Gore-Tex.

Als Fotograf am Wandern in den Gastlosen, Schweiz

Als Fotograf am Wandern in den Gastlosen, Schweiz

 

Immer wenn die Sonne kurz durchkam, wurde es schlagartig schwül heiss, aber auch hier haben die Jacken sich gut geschlagen. Sofort trocken und noch immer ein angenehmes Körperklima. Ausziehen hat nicht gelohnt, die nächste Regenwolke war immer schon im Anmarsch.

Wandern in den Gastlosen

Wandern in den Gastlosen

 

Leichte Windjacke für den Fotoausflug

Sonnenuntergang ist heute 21:35, also zu einer Zeit wo es schnell mal kühl wird. Insbesondere, wenn man erhöht steht und es windig wird. Die leichte Salewa Pedroc Hybrid Jacke passt ins Deckelfach von meinem Fotorucksack und hilft mich in der Landschaft sichtbar zu machen. Das dient nicht nur meiner Sicherheit, sondern vor allem auch den Likes für die Selfie-Fotos 🙂

Sonnenuntergang an der Burg Hohenzollern

Sonnenuntergang an der Burg Hohenzollern (Foto by Anja Kallenbach)

 

Fazit

Die Salewa Pedroc Hybrid Jacke kostet deutlich mehr und ist rund 200g leichter (0.3kg statt 0.5kg), dafür wirkt die schwarze Puez 3.0 etwas robuster. Der dickere Stoff führt dazu, dass sie sich weniger eng an den Körper schmiegt und meine schlanke Sommerfigur weniger gut betont. Hatte ich das Schwarz auf den ersten Blick als “langweilig” abgetan, so bringt der rote Streifen am Reissverschluss genügend Pepp rein, dass die Jacke in Kombination mit meiner gelben Mütze, Uhr und Schuhen sehr attraktiv ist. Immerhin hat sie es zu meinem aktuellen Facebook-Profilfoto geschafft!

Beide Jacken haben sich sehr gut am Berg gemacht. Sowohl als Windschutz, wie auch als leichter Regenschutz. Praxistipp: Gross genug kaufen, dass auch noch ein dünner Pulli drunter passt. Es sind Windjacken, nicht Daunenjacken. Mein persönlicher Favorit ist natürlich die blaue Jacke – weil sie blau ist. Nenn mich ruhig Fotograf, aber Farben sind für mich wichtig! Die schwarze geht also zurück zu Intersport Forster, die blaue findet einen festen Platz in meinem (blauen) Fotorucksack.

Test Salewa Pedroc Hybrid Jacke

Kaffee Pause beim Test der Salewa Pedroc Hybrid Jacke

 

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2017-07-05T10:37:14+00:00

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