Testbericht MSR WindBurner

Ich sitze in meinem Zelteingang und ärgere mich über mich selbst. Es ist viertel nach sechs, der Himmel beginnt sich aufzuhellen und es ist kalt. Ca. -5 Grad mit einem leichten, unangenehmen Wind. Nicht der idealste Morgen, um aus dem Schlafsack zu kommen, um eine Schaufel Schnee zu holen für den Morgenkaffee. Die hätte ich am Vorabend parat legen sollen. “Amateur!” beschimpfe ich mich selbst und ziehe die Kapuze der Daunenjacke über den Kopf, bevor ich den Reissverschluss vom Schlafsack komplett öffne.

Die ganze Geschichte zur Expedition in die Alpen liest Du hier im Blog.

Schnee schmelzen mit dem MSR Windburner beim Zelten in den Alpen.

Schnee schmelzen mit dem MSR Windburner beim Zelten in den Alpen.

 

Der MSR Windburner ist ein Turbo-Kocher für Gaskartuschen

Beim Trekking oder gar Bergsteigen kann ich nur bedingt viel Gewicht mitnehmen. Wenn ich alleine unterwegs bin verzichte ich daher meist auf einen Kocher. Reiswaffeln sind doch irgendwie auch Reis, oder? Im Winter oder wenn ich mit Freunden unterwegs bin kommt der Kocher hingegen mit. Der MSR Windburner hat, genauso wie die Jetboil Kocher, eine sehr kompakte Bauform. Brenner, Topf und Windschutz sind auf das Packmass des Topfs reduzierbar. Eine kleine Gaskartusche kann im Topf verstaut werden. Die kleinen sind zwar teuer und halten nur ein Wochenende, aber, eben, Platz ist Geld 🙂

Bei längeren Tripps, wie dem Highline Projekt in Chamonix letzte Woche nehme ich entsprechend eine grosse Kartusche mit. Achtung: Nicht alle eignen sich für den Einsatz in grosser Höhe!

 

Dank des integrierten Windschutz heizt der Windburner deutlich schneller, als ein traditioneller Kocher, wie wir ihn als Kinder an der Ostsee für unsere Ravioli verwendet haben. Das spart nicht nur Zeit und Gas, es ist bei extremen Bedingungen auch notwendig. Mit dem Kocher kann ich auch bei Wind draussen kochen. Meine Zelte sind extrem leichte Hightech-Zelte – die leider sehr leicht brennen. Ein Kochen im Zelt ist daher ein klares No-Go!

Nachteile des Windburners gegenüber dem Jetboil sind meiner Meinung nach:

  • Der Plastikbecher verkantet sich im Rucksack und geht dann nur mit grober Gewalt ab (inzwischen zerstört und im Müll)
  • Der kleine Metallring zum Einstellen der Gasmenge ist nicht richtig festgemacht. Entsprechend verliert man ihn im Rucksack (ich nehme ihn vorher ab und packe ihn in meinen Geldbeutel)
  • Den Deckel kriege ich nicht mehr auf den Topf (Topf verbeult?)

Schön wäre auch, wenn ein Anzünder integriert wäre. Schon mal einen Kocher 1600 Höhenmeter hochgeschleppt – und dann das Feuerzeug vergessen? Mhm….

MSR Windburner Review

MSR Windburner Review

 

Fazit

Vielleicht habe ich eins der ersten Exemplare des Kochers bekommen. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass zu viele Details nicht stimmen – für den Preis. Mit dem Jetboil Gaskocher meiner Exfreundin war ich jahrelang unterwegs und habe mich nie geärgert. Von der Grösse her würde ich jederzeit im Bereich 1 Liter bleiben. Das passt dann genau in die Thermoskanne und ist gross genug, um Suppe oder Ravioli für zwei Leute aufzukochen. Grösser ist meiner Erfahrung nach nicht nötig – es sei denn, man ist mit der ganzen Familie unterwegs.

Fazit: Ich werde sicherlich noch viele Touren mit dem MSR Windburner machen.

msr-windburner-kocher-testbericht

 

Disclaimer: Alle Produkte habe ich selbst ausgesucht und gezahlt. Die Links sind Affiliate Links.

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2017-05-19T06:22:03+00:00

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